Politik

Im Jahr 2012 wurde ich direkt in den Landtag gewählt, ich habe also die meisten der abgegebenen Stimmen in unserem Wahlkreis erhalten. Der Wahlkreis umfasst die Städte Pinneberg und Schenefeld sowie die Gemeinde Halstenbek. Im Vergleich zu vielen anderen Wahlkreisen ist der Wahlkreis sehr dicht besiedelt und grenzt direkt an Hamburg.

In der SPD-Landtagsfraktion bin ich Sprecher für die Bereiche Schule und für Verkehrspolitik. Als ehemaliger Lehrer liegt mir die Schulpolitik sehr am Herzen. Ich habe mich im Schuldienst immer darüber geärgert, dass wir zu wenige Lehrkräfte an unseren Schulen hatten. Daher habe ich mich gleich zu Beginn für eine deutliche Erhöhung der Unterrichtsversorgung eingesetzt.

Bis jetzt haben wir bereits mehr als 2.000 zusätzliche Lehrkräfte in den Schulen eingesetzt. Die Unterrichtsversorgung betrug 2012 noch knapp über 90%, jetzt liegt sie in der Grundschule bei 100%, im Gymnasium bei 99% und an den Gemeinschaftsschulen bei 98%. Die Lehrkräfte wurden 2012 vielfach noch für die abgeschafften Schularten Haupt- und Realschule ausgebildet, auch das haben wir verändert, sodass die Lehrkräfte jetzt passgenau qualifiziert werden.

Mit einem großen Bildungsdialog haben wir die Schulgesetzänderung im breiten Konsens auf den Weg gebracht. Der Schulfrieden – das heißt keine neuen Experimente – war 2012 eines der wesentlichen Wünsche aus dem Bildungsbereich. Heute können Schülerinnen und Schüler an allen Gymnasien, an über 40 Gemeinschaftsschulen und an den meisten Berufsschulen alle Schulabschlüsse erlangen.

Wir haben zudem die Besoldung an den Gemeinschaftsschulen angehoben und ein anerkanntes Konzept für die Inklusion auf den Weg gebracht. In der letzten PISA-Erhebung lag Schleswig-Holstein zum ersten Mal im Bundesvergleich mehrfach auf den ersten drei Plätzen – ich finde, das ist ein gutes Signal für unsere Bildungspolitik.

Verkehrspolitik ist Leidenschaft. Leidenschaft für eine funktionierende Infrastruktur, für Straße, Schiene, Auto, Bus und Bahn. In den letzten Jahrzehnten ist die Infrastruktur in Deutschland vernachlässigt worden, es wurde vielfach in Neubau investiert, die bereits bestehenden Straßen und Brücken wurden meistens vernachlässigt. Wir haben seit 2012 die Sanierung der Straßen angepackt und die Mittel dafür mittlerweile verdreifacht. Bis 2030 sollen alle Straßen in Schleswig-Holstein wieder saniert sein.

Unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft braucht Mobilität. Wir wollen schnell zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkaufen oder nach Hause kommen. Deshalb bauen wir die A7 aus und wollen mit der S4, der S21 und der U5 unseren Kreis deutlich schneller an Hamburg anbinden. Wir setzen uns für den Bau der A20, den Ausbau der festen Fehmarnbelt-Querung und der Erneuerung der Rader Hochbrücke ein. Zusätzlich werden wir bike & ride Abstellplätze und schnelle Fahrradverbindungen schaffen.